
Technische Grundlage
Die technische Grundlage meiner Arbeit bildet ein mehrschichtiges Mess- und Analysesystem, das darauf ausgelegt ist, komplexe Zustände des menschlichen Organismus differenziert zu erfassen. Dabei geht es nicht um einzelne Messwerte oder isolierte Ergebnisse, sondern um das Zusammenführen verschiedener Perspektiven auf denselben Menschen. Der Körper wird dabei nicht als Objekt betrachtet, sondern als dynamisches System, das auf Belastung, Anpassung und Regulation reagiert. Die Reihenfolge und der Zeitpunkt der Messungen sind dabei bewusst gewählt. Sie sind entscheidend, um Regulations- zusammenhänge sichtbar zu machen und feine Wahrnehmungs- und Veränderungsräume zu öffnen.
Mess-, Beobachtungs- und Analyseebenen
Zum Einsatz kommen – je nach Fragestellung – unter anderem folgende Ebenen und Systeme:
​
Biofeedback- und Regulationssysteme
​Neurophysiologische und vegetative Messungen
​
GSR – Galvanische Hautreaktion
Erfasst feinste Veränderungen der Hautleitfähigkeit und zeigt, wie unmittelbar der Körper auf innere und äußere Reize reagiert.
Besonders wertvoll ist GSR als Spiegel unbewusster Reaktionsmuster, noch bevor sie bewusst wahrgenommen oder sprachlich greifbar sind.
​
EMG – Elektromyographie
Macht sichtbar, wo der Körper Spannung speichert und wie Bewegung, Haltung und innere Aktivierung miteinander verknüpft sind.
EMG – Elektromyographie zeigt nicht nur Belastung, sondern auch Kompensationsstrategien des Körpers und stille Daueraktivierungen, die oft unbemerkt bleiben.
​
EKG – Elektrokardiographie
Beobachtet den Herzrhythmus als Ausdruck emotionaler Regulation, innerer Stabilität und rhythmischer Ordnung.
Neben der reinen Herzaktivität liefert das EKG Hinweise darauf, wie gut Herz, Nervensystem und Wahrnehmung miteinander kooperieren.
​
EEG – Elektroenzephalographie
Zeigt Gehirnwellenmuster und damit Arbeitsweise, Präsenz und Erholungsfähigkeit des Gehirns.
Besonders aufschlussreich ist das EEG dort, wo Überfokussierung, mentale Ermüdung oder fehlende Umschaltfähigkeit sichtbar werden.
​
HRV – Herzratenvariabilität
Misst die feinen Zeitabstände zwischen den Herzschlägen und zeigt, wie flexibel das vegetative Nervensystem reagieren kann.
HRV ist weniger ein Stressmesser als ein Indikator für Anpassungsfähigkeit, Regenerationskompetenz und innere Elastizität.
Körperzusammensetzungs- und Strukturmessungen
​
BIA – Bioelektrische Impedanzanalyse
Analysiert Körperzusammensetzung, Wasserverteilung und Zellwiderstände.
Neben Fett- und Muskelanteilen liefert die BIA Hinweise auf zelluläre Vitalität, energetische Versorgung und strukturelle Balance.
​
FCF – Functional Color Fields
Untersucht das farbwahrnehmende Gesichtsfeld und den blinden Fleck als Ausdruck neuro-visueller Integration. FCF zeigt, wie Sehen, Gehirn und vegetative Regulation zusammenspielen – oft dort, wo klassische Messungen keine Auffälligkeiten zeigen.
​
Kreislauf- und Basisparameter
Blutdruckmessungen (rechts & links)
Erfassen nicht nur Druckwerte, sondern Seitendifferenzen, Regulationsfähigkeit und Gefäßanpassung.
In Kombination mit anderen Messungen liefern sie Hinweise auf vegetative Balance und körperliche Kompensationsmuster.
​
Ergänzende Vital- und Feldparameter
Dienen als kontextgebende Basis, um Einzelwerte besser einzuordnen und Entwicklungen über die Zeit sichtbar zu machen.
​
Akustische und mikroskopische Beobachtungsebenen
SFA – Stimmfrequenzanalyse
Erfasst feine Frequenzmuster der Stimme als direkten Ausdruck von Nervensystem, Emotion und innerer Ordnung. Die Stimme zeigt häufig frühzeitig Veränderungen – oft lange bevor sie körperlich spürbar oder messbar werden. In bestimmten Fällen lassen sich zudem zeitliche Hinweise erkennen, die auf Lebensphasen hinweisen, in denen prägende innere Muster oder Konfliktdynamiken entstanden sind.
Diese Hinweise dienen der Einordnung und Reflexion, nicht der Festlegung oder Diagnose.
​
Mikroskopische Beobachtungen
(z. B. Dunkelfeldbetrachtung als phänomenologische Ergänzung)
Ermöglichen eine anschauliche, visuelle Perspektive auf Dynamiken, die sonst abstrakt bleiben – nicht diagnostisch, sondern beobachtend und kontextualisierend.
​
Ergänzende Kontext- und Informationsebenen
Labor- und Verlaufsdaten
Sofern vorhanden, dienen sie als zeitliche Referenz und helfen, aktuelle Messungen in einen größeren Zusammenhang zu stellen.
​
Genetische und epigenetische Informationen
Bilden eine langfristige Dispositions- und Prägungsebene, die erklärt, warum bestimmte Muster immer wieder auftauchen – ohne sie festzuschreiben.
​
Substanz- und Verträglichkeitsspektren
Testung aus einem Biofeedback-Pool von über 15’000 Substanzspektren als orientierende Resonanzebene – nicht als Empfehlung, sondern als Hinweis auf individuelle Reaktionsräume.
​
Integration statt Einzelbefund
Keines dieser Systeme steht für sich. Ihre Aussagekraft entsteht erst durch die Kombination und das In-Beziehung-Setzen der Ergebnisse. Die Daten werden strukturiert erfasst, zusammengeführt und ausgewertet.
KI-gestützte Verfahren unterstützen dabei, Muster, Zusammenhänge und wiederkehrende Belastungsfelder sichtbar zu machen. Entscheidend ist jedoch nicht die Menge der Daten, sondern deren Einordnung. Dabei geht es nicht ausschließlich darum, wo Belastung oder Mangel sichtbar wird, sondern ebenso darum, was stabil istund was trägt.
Denn Orientierung entsteht dort, wo sich ein Mensch an etwas Verlässlichem festhalten kann – nicht an Werten, die kurzfristig ansteigen, um ebenso rasch wieder abzufallen.
​
Im Zentrum der Einordnung stehen daher Fragen wie:
-
Was ist aktuell relevant?
-
Was ist kompensiert?
-
Was ist stabil und verlässlich?
-
Wo besteht Anpassung, wo Überforderung?
​
Diese Differenzierung ermöglicht es, Belastung nicht isoliert zu betrachten,
sondern im Zusammenhang von Tragfähigkeit, Regulation und vorhandenen Ressourcen.
​
Rolle der Technik
Die eingesetzten Mess- und Analyseverfahren dienen nicht der Diagnose und nicht der Bewertung von Personen. Sie ersetzen weder medizinische Abklärungen noch menschliche Wahrnehmung oder Erfahrung.
Ihre Aufgabe ist es, eine sachliche Spiegelung zu ermöglichen, auf deren Grundlage Gespräch, Einordnung
und bewusste Entscheidungen möglich werden. Technik ist hier Werkzeug, nicht Akteur. Einbettung in den Prozess. Die technische Grundlage wirkt im Hintergrund der Zusammenarbeit.
Sie ist eingebettet in:
-
das einleitende Gespräch
-
die gemeinsame Einordnung
-
das bewusste Ableiten nächster Schritte
​
Orientierung entsteht im Zusammenspiel von Messung, Gespräch und Eigenverantwortung. Ziel dieser Arbeit ist es nicht, Abhängigkeit zu erzeugen, sondern Menschen in ihre Eigenverantwortung zurückzuführen – gestützt durch Klarheit, Strukturund ein tiefes Verständnis des eigenen Systems.
​

